Karma-Astrologie Part II

Kommen wir zur Begriffsklärung, die in Part I etwas kurz gekommen ist. Wörtlich übersetzt bedeutet Karma “Tat/Handlung”. Kurz angerissen wurde auch die Bedeutung der Motivation von Handlungen für das Karma. Verkürzt könnte man sagen, dass sich im Karma die Konsequenzen der eigenen Taten ausdrücken bzw. die Tatsache, dass es so etwas wie Karma gibt, diese erst hervorbringen. Und zwar im “Guten” wie im weniger Guten. Es lohnt sich, das genauer zu betrachten und daraus dann Rückschlüsse auf die Sinnhaftigkeit einer Astrologie zu ziehen, die vorgibt, Taten aus vergangenen Leben erkennen und beurteilen zu können. Nehmen wir an, jemand ist eher ängstlicher Natur und sorgt sich vor allem darum, was andere über ihn denken. Er tut das, um gemocht zu werden, gut dazustehen, beäugt sich selbst kritisch und spricht innerlich viele Urteile über sich. Das hat zur Folge, dass er sich nicht vollwertig wähnt und im Laufe der Jahre gewöhnt er sich daran, seine Taten etwas zu schmücken, um sie aufzuwerten. Er schwindelt ein bisschen. Doch früher oder später wird das…

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Panama Papers – Propaganda per Leaks

Am Sonntagabend ging eine Art Erdbeben durch die Medien: Es wurde über die so genannten “Panama Papers” berichtet. Diese bestehen aus einer unglaublichen Datenmenge und sollten enthüllen, wer was wo und wie viel an schnödem Mammon via Briefkastenfirmen vor Versteuerung bewahrt hat. Nicht fehlen durfte in den Schlagzeilen der Name der Ausgeburt des Bösen, Vladimir Putin, obwohl sich bei genauerem Lesen herausstellte, dass Putins Name aus den Datensätzen gar nicht herausgefiltert werden konnte. Man ließ sich daher ersatzhalber lang und breit über Freunde oder Bekannte des russischen Ministerpräsidenten aus, deren Namen in dieser Datenmenge gefunden wurden. Erst nach mehr als der Hälfte des Artikels auf SPON beispielsweise kamen dann auch andere Namen und Nationalitäten ins Spiel. Das hat schon ein „Geschmäckle“. Gestern ist nun ein Buch erschienen mit dem Titel „Panama Papers“. Dieses muss zum Zeitpunkt der medialen Sause am Sonntag schon im Druck gewesen sein, mit anderen Worten, fix und fertig. Die Verfasser, ein Herr Obermayer mit Y und ein Herr Obermaier mit I, arbeiten bei der Süddeutschen Zeitung,…

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Gauckeleien

  Unser Herr Bundespräsident war in Asien unterwegs und hat den Chinesen die Meinung gesagt. Vornehmer ausgedrückt: Gauck hat eine Rede an einer chinesischen Universität in Shanghai gehalten. Dieses überaus wichtige Ereignis wurde in der Jungen Welt pointiert kommentiert: Wanderprediger des Tages: Joachim Gauck China hat bislang unverschämtes Glück gehabt. Seit vier Jahren ist Joachim Gauck deutscher Präsident, die Volksrepublik hatte er stets gemieden. Nun allerdings ist diese wundervolle Zeit vorbei: Der »erklärte Antikommunist« (Bild) wollte »Defizite in der chinesischen Politik« ansprechen und hielt am Mittwoch vor der Tongji-Universität in Shanghai »eine Rede, die sich deutlich von denen anderer europäischer Staats- und Regierungschefs unterscheidet«. Das kann man sich vorstellen. Bei diesem Mann, dem wohl selbst der morgendliche Brötchenkauf zu einer Mischung aus staatsbürgerlicher Weihestunde und Grundkurs im evangelischen Erwachsenenkatechismus gerät, ist Diplomatie gleichbedeutend mit bramarbasieren*. (*prahlen, großtun) Gauck gab, so weiß es Hofpostille Bild, seine liebsten Kalendersprüche zum besten: »Das menschliche Verlangen nach Freiheit bricht sich immer wieder Bahn.«  Wer ist dieser Mann, der wie ein Elefant im Porzellanladen in der…

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