Urlaub, Eso-Sülze und Honigremoulade

Urlaubszeit ist die Zeit, sich in den Weiten des Internets umzusehen. Macht Spaß und oft auch nicht dümmer. Manches ist sogar für einen bis zwei Aufreger gut. Wie zum Beispiel die Tatsache des Niedergangs eines einst sehr gut besuchten Astrologie-Unterforums, in dem ich vor einigen Jahren gern aktiv war. Mein Glaube, an alte Zeiten anknüpfen zu können, war eine Illusion. Wirklich astrologische Diskussionen sind nicht mehr möglich. Statt dessen ist dieses Unterforum mehr oder weniger zugekleistert mit Ergüssen, die wohl die hohe spirituelle „Verwirklichung“ der Schreiber darstellen sollen. In schwer erträglicher Weise wird Astrologie mit Glaubensinhalten verknüpft. Möglicherweise bin ich schwer von Begriff, dennoch hat mir noch niemand schlüssig erklären können, wie ein Planet mich oder überhaupt irgendjemanden zu irgendetwas auffordern könnte. Planeten ziehen ihre Bahnen, wir können sie beobachten und wir versuchen, ein dreidimensionales Geschehen zweidimensional abzubilden und aus diesem flachen Bild Rückschlüsse zu ziehen. Das nennt sich dann Horoskop und Deutung. Leider werden in besagtem Forum diese Gegebenheiten ignoriert. Mit süßlichem Sprachhonig garniert werden Aufgaben und Aufforderungen formuliert,…

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Die Maastrichtverträge, die Wurzel der Krise und ramponierte Schrebergärten

Um aus einer eher ungewohnten Perspektive auf die Krise der EU und der Eurozone zu blicken, habe ich das Horoskop der Maastrichtverträge bemüht. Nach einem ersten Blick darauf habe ich spontan den Beitragstitel geändert und „die Wurzel der Krise“ hinzugefügt. Mit Wurzeln kennen sich Astrologen aus – denn die Radixhoroskope sind die Grundlage jeder Analyse und Prognose. Radix kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Wurzel. In diesem Fall bin ich fast geneigt, die Verträge von Maastricht nicht als Wurzel der Krise, sondern als Wurzel des derzeitigen Übels zu bezeichnen. Denn auch wenn in den Medien immer wieder anderes behauptet wird und es im Getöse um Griechenland oft untergeht: Ländern wie Irland, Portugal, Spanien geht es mitnichten gut. Eine sehr bekannte dänische Sportjournalistin, die in Spanien lebt, sagte sinngemäß: Spanien ist tot, nach all den Reformen, es ist eine soziale Katastrophe. Selbst in sehr anspruchsvollen Berufen verdienen die Menschen nur um die 1000 €. Deshalb habe Podemos so starken Zulauf aus allen Gesellschaftsschichten und aus allen Generationen. Bei einer Podemos-Demonstration in…

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