Der Husten

Astrologisch-philosophische Betrachtung eines im Grunde gewöhnlichen Symptoms

Ein Husten ist meist Ausdruck eines Infekts oder eines (vorübergehend) schwachen Immunsystems. Kommt er immer wieder, dann lohnt sich vielleicht eine etwas tiefere Betrachtung. Hierzu folgen jetzt 5 Themenbereiche, die mir dazu einfielen.

 

Sonne im 12. Haus – Menschen mit dieser Sonnenstellung können das Gefühl haben, gar nicht richtig da zu sein. Esoteriker nennen es ein schwaches Inkarniertsein. Die Folge ist eine Überforderung in der harten Wirklichkeit. Die Betroffenen geraten gewissermaßen unter die Räder. Doch das ist für ihre Ehre beschämend. Es schmerzt. Also produziert die schwachbrüstige Seele bestimmte Symptome im Körper, um auf das Problem zu zeigen, zum Beispiel im Brustkorb. Es ist altes Volkswissen, dass wir das Ego im Nabel, aber auch im Brustkorb finden. Wenn wir husten, dann indem wir vorher einatmen. Der Husten entspricht nun dem Versuch, sich aufzublähen, um sich Geltung zu verschaffen. „Hört, ich habe etwas zu sagen!“ Wer die Sonne im 12. Haus hat, der weiß ein Lied davon zu singen, was es heißt, sein kleines Ich verteidigen zu müssen. Bei großer Wut wird natürlich umso mehr kompensiert. Der Husten zeigt also einen Menschen in der Polarität von Übermacht auf der einen und einem traurigen Gefühl von Winzigkeit auf der anderen Seite. Je hartnäckiger der Husten ist, umso mehr ruft die bedrängte Seele nach Hilfe.

 

Mond im Skorpion – Aus dem Tierreich kennen wir das tiefe Knurren als heftige Unmutsäußerung. Wir zivilisierten Menschen tun so etwas nicht, wir verkneifen es uns. Da wir aber animalische Anteile haben muss der Körper den Unmut symbolisch ausdrücken. Es ist das Sammelbecken sogenannter negativer Gefühle, die wir unter Kontrolle halten, um nicht auffällig zu sein, … als da sind: Wut, Hass, Boshaftigkeit, Flüche, Tobsuchtsanfälle, Raserei.

 

Saturn im 7. Haus – Der Husten kann eine Kontaktstörung anzeigen. Er übernimmt die Funktion, der Umwelt zu vermitteln, dass sie tunlichst auf Distanz bleiben soll. Ich nenne das seit geraumer Zeit einen <psychologischen AfD-Effekt>: Furcht vor Fremden. Ist es auch Volkswissen? Ja, <wir husten jemandem etwas>.

 

Saturn im 8. Haus – Ich habe mich schon als kleiner Junge gewundert, warum manche Menschen so demonstrativ anständig und sauber sind, bis ich herausfand, dass hier das Böse unter Ängsten scharf abgewehrt wird – so drücken Psychologen das aus. Der Husten ist in diesem Zusammenhang offenbar eine Abwehr gegen den Schwefelgeruch der Hölle. Säkular arbeitende Psychologen bekommen das Grausen bei einer solchen Analyse, doch ich bin persönlich überzeugt, dass die katholische Kirche über Jahrhunderte hinweg ganze Überzeugungsarbeit geleistet hat, um solche Bilder in unseren Köpfen zu verfestigen. Man schaue sich nur die Bilder des großen Malers Hieronymus Bosch an. Er malte auf höchst humorvolle Weise menschliche Abgründe, Völlerei, Tod und Teufel.

 

Pluto im 1. Haus – Zum Schluss möchte ich gern der griechischen Mythologie einen Besuch abstatten. Es gibt die Geschichte vom Minotaurus, einem Ungetüm mit Stierkopf, der in einem unterirdischen Labyrinth wohnte und schließlich besiegt wurde. Was für eine herrliche Parabel, denn wir alle haben den Minotaurus in uns! Dabei ist der Husten ein Versuch, den Inneren Dämon auf eine andere Ebene zu schieben, so dass er nicht entdeckt wird. Warum dieses Manöver? Der Besitzer des Hustens kann sich nun als Opfer (quälender Umstände) darstellen und bekommt Hilfe. Diese bekäme er niemals, würde er den Dämon (Pluto) offen darstellen (Haus 1).

 

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