Verdauungsstörungen – 3 Patiententypen

Der dritte Teil meines astro-medizinischen Ausflugs soll Verdauungsstörungen zum Inhalt haben. Ich habe neun Typen ausfindig machen können und werde drei davon vorstellen. Zunächst zum Begriff: Man versteht darunter Störungen wie etwa Aufstoßen, Völlegefühl, Blähungen oder Durchfall.

Der erste Patiententyp denkt in Gelddimensionen: „Alles hat seinen Wert!“ Wenn materielles Denken das Leben bestimmt, dann wird Vieles im Leben schwer: Der Tresor mit den Goldbarren zum Beispiel oder die Karaffe mit Kupfermünzen aus dem Wechselgeld der Supermarktkasse. Dieser Schwere entspricht auf psychischer Ebene eine Schwerfälligkeit. Die Verdauung steht zu diesem statischen Lebenskonzept im krassen Gegensatz: Sie ist in Bewegung. In der Verdauung soll es keinen Stillstand geben. Fassen wir zusammen: Zwei Konzepte stoßen aufeinander:

Bürgerliches „Eingewecktsein“ auf der einen Seite und im Gegensatz dazu das Fließen der Verdauung.

Typisch ist zum Beispiel eine <langsame Verdauung mit Völlegefühl und Schläfrigkeit>. In Deutschland werden stattliche Summen zur Behebung von Völlegefühl ausgegeben! (Zum Thema <Schläfrigkeit>: Woher kommen wohl die ebenfalls stattlichen Kaffee-Umsätze? Warum trinken wir beim Italiener nachher immer einen Espresso?)

Astrologie? Sonne in Haus 2.

Artikel Dyspepsie

Die Verdauung hat die Vorsilbe -ver-. Solche Silben bezeichnen in unserer Sprache meist bestimmte Prozesse. Aus jedem dieser Prozesse gehen Substanzen … oder was es auch immer ist, verändert hervor, es sei denn der Mensch verschließt sich bereits im Vorfeld. Das ist bei diesem Patienten der Fall. Er ist so programmiert, dass er sich ängstigt, Entwicklungsschritte nicht bewältigen zu können – und davon gibt es viele im Leben! Bei Kindern können wir das sehen, wenn sie extreme Schmerzen beim Zahnen bekommen. Der Schmerz wird befeuert durch die Furcht vor Neuem. Letztlich muss das Kindergebiss losgelassen werden! (Im Gegensatz dazu gibt es ja Kinder, die sich die Zähne mit Hilfe der Tür ziehen – Operieren, selbst gemacht!)

Die gerade beschriebenen Lebensangsthasen sehen sich als zu zart, als zu schutzbedürftig für diese Welt. Sie möchten, dass am liebsten alles so geschützt und gut versorgt bleibt, wie es einmal war. Dieser Patient ist der Vergangenheit verhaftet. Er fürchtet auch ständig, verletzt zu werden. Beim näheren Hinsehen fällt oft ein verborgener Wunsch auf, immer Kind bleiben zu wollen.

Astrologie? Mond in Haus 4.

Korn

Der dritte Typ mit Verdauungsstörungen hat folgende Programmierung im Kopf: „Jenseits meines eigenen Körpers beginnt Feindesland!“ Wenn wir uns klar machen, dass für diesen Menschen jede Art Nahrung „wahrscheinlich bedrohlich“ ist, dann verstehen wir seine Verdauungsstörungen. Seine Haltung zur Umwelt übersetzt die Psyche in zahlreiche Befürchtungen, darunter:

  • Furcht vor Fremden
  • Furcht vor Berührung

Als Ergebnis davon <muss alles Fremde auf Distanz gehalten werden>. (Diese kindliche Furcht geht bis ins Sozial-Politische, als <Pegida-Effekt>. Warum ist der Osten so stark betroffen? Die DDR war lange Zeit der größte Laufstall der Welt, abgeschottet und jeder hatte Arbeit, jeder half jedem.) Kommen wir zurück zum einzelnen Patienten. Er ist krank, weil er die Verdauung zu einem höchst intimen Kontakt hoch stilisiert, den er aus Sicherheitsgründen ausbremsen muss. Daher sein <Aufstoßen>. Er hat im Kopf, dass er mit der Verdauung etwas Fremdes inkorporiert, das am Ende noch seine Unversehrtheit gefährdet. Ja, Ende! Daher seine Blähungen. Er stinkt dagegen an.

Astrologie? Saturn in Haus 7.

Wenn wir das siderische Horoskop der Reichsgründung Deutschlands 1871 anschauen, dann finden wir einen Stier-Aszendenten, einen Jungfrau-Mars in Haus 4 und Saturn in Haus 7. Der Philosoph Friedrich Nietzsche äußerte sich in einem seiner Werke über die „deutsche Dyspepsie“ und die deutsche Seele, welche diese Beschwerden produziert. Er sah die hoch gelobte „deutsche Tiefe“ eher in einer „deutschen Schwere, das Leben kaum verdauen zu können.“

Jedes Volk ist lernfähig. Vielleicht verhelfen uns die Flüchtlinge zu mehr Offenheit.

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